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Was macht einen modernen Papa aus?

Vom Papa-Klischee aus alten Filmen

Wenn ich das Wort Familienvater höre, zeichnet mein Gehirn prompt das Bild eines Mannes im beigen Anzug und Krawatte. Ein Mann, der nach einem harten Arbeitstag nach Hause kommt, um sogleich mit einem Getränk in seinen Fernsehsessel zu sinken. Ich habe ich meinen Vater so nicht erlebt und doch hat sich dieses antiquierte Bild irgendwie in mein Gehirn gebrannt.

Bierbauch, Krawatte und Aktentasche?

Die Generation Y, der ich laut Sozialwissenschaftlern angehöre, ist längst im gebärfähigen Alter und widmet sich mehr und mehr der Familienplanung. Wir finden uns in unser Dasein als Eltern ein und hinterfragen, die alten Rollenbilder. Aktentasche und Anzug gehören weitestgehend der Vergangenheit an, aber was macht einen modernen Vater eigentlich heute aus?

Gibt es so etwas wie eine neue Generation Väter überhaupt oder kann man ihre Vollbärte gar nicht über einen Kamm scheren?

Während wir Mamas eifrig unsere Sicht der Dinge besprechen oder niederschreiben, melden sich von den Vätern unserer Generation nur wenige zu Wort. Vielleicht ein Grund dafür, dass sich relativ spärlich mit dem Thema Vaterschaft beschäftigt wird. Das ist zumindest meine Wahrnehmung.

Daher möchte ich mich heute bei euch Vätern bedanken, die beim Thema Familie häufig nur eine Nebenrolle zugeschrieben bekommen.

Danke euch engagierten Papas!

Danke fürs Haare halten, das Tragen der Einkäufe und das Begleiten zu Geburtsvorbereitungskursen.

Danke, dass ihr während der Geburt an unserer Seite seid. Heute wird das von den modernen Vätern eben so erwartet, dabei ist es nicht selbstverständlich! Es ist schwierig für die Männer, ihre Frau leiden zu sehen. Scheinbar nichts tun zu können, Ängste zu haben und sich hilflos zu fühlen. Danke für euer Mitgefühl (und euer Mitatmen).

Danke, dass ihr euch Zeit nehmt, um euren Kindern die Welt zu erklären.

Dass ihr die Rolle des Vaters für euch interpretiert und neu gestaltet.

Danke, dass ihr versucht Arbeit und Familie gleichwertig zu behandeln. Dass ihr dabei seid, wenn eure Kinder aufwachsen.

Die ihr mit euren Töchtern Teeparty und Fußball spielt. Die ihr euren Söhnen erlaubt zu weinen.

An meinen Papa:

Danke, dass du mit Mama schon vor über 30 Jahren im Kreißsaal warst und ihr auch bei Dingen, wie dem Stillen beigestanden hast. Dass du Tagebuch geführt hast, in dem ich jetzt nachlesen kann, wie ich mich entwickelt habe und Gemeinsamkeiten mit meinem eigenen Baby finden kann.

Danke, dass du mich nachts um 3 von Partys abgeholt hast, damit ich auch sicher nach Hause komme.

Danke, dass du und Mama immer deutlich macht, dass ich mich melden kann, wenn ich etwas brauche.

Danke, dass du als Großvater immer nach deinem Enkel fragt und sich auf die neusten Bilder freust.

 

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