Hilfe, ich werde Papa

sascha

»Ich bin schwanger«

*PENG*

Das ist der Startschuss für mein Gehirn alles mögliche und unmögliche auszumalen, das auf uns zukommt.

Ich werde Papa…
Funktioniert vorschlafen?
ICH ein Vorbild?
Wir müssen uns um eine Krankenversicherung kümmern…
Ich sollte eine Lebensversicherung abschließen…
Wer kümmert sich um unser Kind, falls uns etwas passiert…
Jetzt muss ich mir einen Job suchen…
Mein Arbeitszimmer ist futsch…
Oh nein, Urlaub in den Ferien…

Ich werde Vater, plötzlich Papa

Mein Gehirn ist komisch. Sofort sind mir die weitreichenden Konsequenzen bewusst. Aber was ich empfinde, kann ich beim besten Willen nicht sagen.
Ich fühle keine Freude.
Ich fühle keine Angst.
Auch keine Trauer oder Reue.
Da ist einfach nur Leere.
Vermutlich der Schock, denke ich mir. Aber auch später soll sich so keine Richtung einstellen. Das stelle ich mir unter Anfängergeist vor. (siehe Buch-Tipp)
Ich lasse es auf mich zukommen: Das Gute wie das Schlechte.

Seit dem „ich bin schwanger“ sind bisher 10 Sekunden vergangen. Julia wartet auf eine Reaktion. Sie musste schon den ganzen Tag aushalten, bis ich nach Hause gekommen bin. Sie wollte es mir ja persönlich sagen – von Angesicht zu Angesicht. So viel Geduld muss ihr schwer gefallen sein.
Wie reagiere ich?

Juhu.
Hm… Dann hätten wir uns das Verhüten ja sparen können?!
Von wem?
Das glaube ich nicht. Ich will Beweise!
Natürlich. Jetzt wo es mit der Arbeit läuft.

So richtig überzeugt mich keine der Optionen.
Die Zeit läuft mir davon.

»Ähm… Cool.«

Meisterhaft – Mein Kind wird stolz auf mich sein…

 

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