Mein zweites Jahr mit Kind: Monat 16

Julia

Charlie ist jetzt 1 Jahr und 4 Monate alt

Vollgas in der Sprachentwicklung, erste Versuche auf dem Töpfchen und fleißig im Haushalt – unser Kind rast uns davon. Buchstäblich. Er flitzt durch die Wohnung, spielt liebend gern Fangen und verstecken. Ein Wirbelwind voller frecher Ideen im Kopf, man sieht sie ihm förmlich an. Auch unser selbst gebauter Lernturm wird täglich beklettert und hebt ihn ein Stück mehr in unser Familienleben.

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Mein Kind möchte nicht nach Hause

In der Kita läuft es gut. Es gefällt Charlie dort. Es gefällt ihm so gut, dass beim gestrigen Abholen ganz plötzlich und wasserfallartig die Tränen kullerten. Schließlich wollte er doch noch so gern weiter mit seinen kleinen Kollegen und vor allem den Legosteinen spielen!

Also haben eine Betreuerin und ich uns den Mund fusselig geredet, dass er doch morgen weiterspielen könne; haben mit ihm gemeinsam den gebauten Turm zur Seite geräumt, damit er ihn auch wieder finden würde und uns in allerhand anderen Beschwichtigungen versucht. Nichts half. Es wurde laut geweint, bis die Augen glasig rot waren und das Mamaherz mal wieder einen kleinen Riss bekam. Eine widerwillige Jacke anziehen und Mütze aufsetzen Situation später rollte der Kinderwagen, samt noch immer tief traurig weinendem Kind hinaus aus der Kita. Erst ein paar hundert Meter weiter beruhigte er sich. Mein Friedensangebot in Form einer Reiswaffel wurde kopfschüttelnd abgeschmettert.

Als wir dann zu Hause waren, stimmte mein spielwütiges Kind schließlich versöhnliche Töne an und der Abend verlief harmonisch. Puh! Dass es mir ein bisschen vorm heutigen Abholen graut muss ich wohl nicht extra sagen.

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Offenbar ist es Zeit fürs Töpfchen?!

Seit einiger Zeit entwickelt Charlie Interesse am Töpfchen. Wir haben es geschenkt bekommen und es seither ohne Agenda in einer Ecke im Bad stehen. Immer häufiger sucht unser Nesthäkchen sich seine Lektüre, parkt langsam rückwärts ein und macht es sich dann zum Lesen auf seinem Örtchen gemütlich. Bislang ist noch nichts im Töpfchen gelandet und meist bleibt die Hose sogar an. Es ist schön, dass er diesen Ort für sich entdeckt und das will ich aktuell nicht mit Erwartungen verbinden. Ich habe ihm aber schon ein Fach im Regal daneben frei geräumt und einen Teil seiner Bücher dort bereitgelegt. Vielleicht legen wir demnächst dort einen regelmäßigen Lesemoment ein und schauen mal, was passiert.

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Neue Wörter im Repertoire

Charlie fängt gerade an alles nachzusprechen. Oder sagen wir er versucht es. Es ist wirklich herzerwärmend. Man stellt dabei erstmal fest, welch linguistische Schwierigkeit das Erlernen selbst eines so kurzen Wortes wie Kiwi mit sich bringt. Neulich beim Abendessen rutschten minutenlang Buchstabenkombinationen aus dem kleinen Kindermund, bis aus »eti« »iki« und »giti« irgendwann «iwi« wurde. Wir üben fleißig gemeinsam und manchmal hört man unter den wuscheligen blonden Haaren kleine Rädchen ineinandergreifen und es kommt plötzlich das richtige Wort heraus. »iwi« ist auf jeden Fall ja schon sehr nah dran.

Außerdem neu ist »kaka« für Windel.

Und »ei« für unsere beiden Kaninchen.

Vorgestern hat er dann auch nach genauem hinhören und beim ersten Versuch

»Kita«

in bester Aussprache nachgesprochen. Man war ich stolz!

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Schönster Moment

Wir bekamen Charlies erstes Kunstwerk aus der Kita mit nach Hause und was soll ich sagen – es ist einfach wunderschön. Ganz vielleicht habe ich auch ein bisschen geweint… Da klopft es wieder ganz laut und fröhlich, mein stolzes Mamaherz.

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