Coronaferien Tag 16 – Stimmung im Abwärtstrend

Julia

Ich habe keine Lust zu arbeiten. Ich habe keine Lust Charlie dasselbe Buch zum fünften Mal in Folge vorzulesen. Ich habe keine Lust zu kochen, auszumisten oder zu putzen. Um ehrlich zu sein habe ich nicht mal Lust mir die Zähne zu putzen.

Mama und Sohn Kleinkind Mittagsschlaf kuscheln

Das bisschen Hausarrest ist doch kein Problem

Das bisschen zu Hause bleiben; ein Kinderspiel. Es ist ja nicht viel was da von uns verlangt wird. Wir haben eine schöne Wohnung, wir haben (noch) Jobs, die uns weiterhin Einkünfte bescheren, wir haben einander. Wir sollen zu Hause bleiben. Auf der heimischen Couch sitzen. So schwierig ist das doch nicht.

Und doch ist es das.
Es ist eine Ausnahmesituation, in der doch alles irgendwie so normal wie möglich weiterlaufen soll. Man will sein Arbeitspensum schaffen, denn dafür wird man schließlich bezahlt. Man will seinem Kind gerecht werden, schließlich möchte es spielen, sich bewegen, lernen.

Die Ferien, die keine sind

So romantisch der Begriff Coronaferien auch klingt – diese Zeit schlaucht einfach.
An Tagen, an denen ich in der ersten Tageshälfte produktiv im Home-Office gearbeitet habe und in der zweiten meine Zeit harmonisch mit Charlie verbrachte, fühle ich mich unbesiegbar. Wenn dann noch die Sonne scheint und die Wohnung am Abend nicht vollkommen chaotisch ist, dann bin ich ein Honigkuchenpferd.

Und dann gibt es die Tage, an denen unsere Meetings alle irgendwie parallel stattfinden, das Kind wirklich jedes meiner Worte unterbricht, draußen das graue Wetter an die furchtbare Gesamtsituation erinnert und ich einfach nur wieder ins Bett gehen möchte.

Diese Tage gibt es weitaus häufiger, als die, an denen alles glänzt. Zumindest kommt es mir heute so vor. Aber wenn mich diese Zeit eines lehrt, dann das jeder Tag ein neues Spiel ist. Abhaken und morgen einfach wieder neu anfangen. Neues Spiel, neues Glück. Morgen ist auch noch ein Tag. Ich lese jetzt noch ein paar Seiten und gehe dann schlafen. Hakuna matata.

Tag 20 der Pandemie.

Stimmungslage: meh.
Das Kind: mal so, mal so.

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