Coronaferien Tag 17 – auf dem Weg in die Windelfreiheit

Julia

Die angeordneten Coronaferien Tag und Nacht mit einem Kleinkind zu Hause zu verbringen hat auch etwas Gutes. Vieles Gutes sogar, aber vor allem eine Sache, die unter diesen Umständen eben besonders ideal anzugehen ist. Denn wann, wenn nicht jetzt, hat man schon Mal genug Zeit und Muße sich mit dem Thema Töpfchen-Training zu beschäftigen.

Ein Schritt nach vorn und zwei zurück

Charlie hatte schon mit 16 Monaten das erste Mal großes Interesse am Töpfchen gezeigt. Damals setzte er sich mehrmals täglich darauf, las Bücher, spielte, fand alles toll. Fielen dabei tatsächlich ein paar Tröpfchen ins Töpfchen, war das allerdings eher Zufall.

Und so ebbte die Faszination mit der Zeit wieder ab. Wir versuchten das Töpfchen als Teil der Morgen- und Abendroutine zu integrieren. Ohne Stress. Aber so richtig wollte der Funken nicht mehr überspringen.

Schlüpfer Schlüppi Kleinkind Junge rot Töpfchentraining

»Lieber Lüppi!«

Vor etwa einem halben Jahr dann, kurz vor Charlies zweitem Geburtstag, war das Thema plötzlich wieder ganz groß. Das Kind hatte keine Lust mehr auf Windeln. So gar nicht. Wickeln wurde mehr und mehr zu einem Akt der Überredung. Zwischen Kita und Schlafenszeit war nur wenig Raum für Schlüppi-Experimente, so das der Sohnemann auch zur Nacht lieber »Lüppi« statt Windel tragen wollte. Dass eine Windel nachts aber noch nötig sei haben wir irgendwie wohl einleuchtend erklären können, zumindest legte sich dieser Kampf mit der Zeit.

Seither haben wir die Zeit vor und nach der Kita; vor allem aber die Wochenenden für Schlüppi-statt-Windel Zeit genutzt.

Kleinkind Junge Töpfchen Tröpfchentraining

Das die Corontäne uns jetzt eine tägliche Routine für dieses Thema bietet, ist wirklich hilfreich. Und es klappt richtig gut. In Woche eins der Isolation zu Hause hingen jeden Abend 5 – 8 der kleinen Schlüpfer im Badezimmer zum Trocknen. In Woche zwei verirrten sich schon kaum noch Tröpfchen in die Buchse, schnell genug wurde das Töpfchen oder sogar die »großer Lette« erreicht und alle Geschäfte nahezu planmäßig erledigt.

Wir haben zwischendurch natürlich auch immer Mal Momente, in denen einer von uns akut das Kind abduschen muss, während der andere mit Gallseife einen schweren Schlüpfer wieder sauber schrubbt. Passiert.

Insgesamt klappt es aber wirklich gut mit der Windelfreiheit. Da kommt dann auch wieder dieser eigentümlich Elternstolz in Herz gekrochen. Hach.

Tag 21 der Pandemie.

Stimmungslage: stolz. Auf das Kind und darauf hier irgendwas in dieser Zeit zu erreichen.
Das Kind: zurecht stolz auf sich selbst.

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